Wir starten eine fünfteilige Blogserie über klassische Gitarren. In dieser ersten Ausgabe geht es um die beiden gängigsten Deckenhölzer der Branche: Zeder und Fichte. Zeder vs. Fichte Bei klassischen Gitarren sind Zeder und Fichte die am häufigsten verwendeten Hölzer für den Resonanzboden, und es gibt eine immerwährende Debatte darüber, welches von beiden besser zu sein scheint. Fichte ist zwar traditioneller und wurde in der Branche häufiger verwendet, doch Zeder gewann ab Mitte der 1960er-Jahre an Popularität. Fichtengitarren haben typischerweise einen recht direkten, glockenartigen Klang. Sie wirken klarer, ausgewogener und haben mitunter ein längeres Sustain. Zeder hingegen verleiht der Gitarre einen dunkleren, wärmeren und insgesamt volleren Klang. Wir haben Levi Akkerman, Gitarrenlehrer und professioneller Gitarrist, auf zwei nahezu identischen Ramirez 1A-Gitarren spielen lassen. Die eine hat eine Zederndecke (Ramirez 1A 1974), die andere eine Fichtendecke (Ramirez 1A 1988). Der Altersunterschied sollte beim Vergleich berücksichtigt werden: Die etwas ältere Zederndecke klingt heller, als sie es bei gleichaltriger Zederndecke wäre. Dieser Unterschied ist jedoch gering. Zedernholz reift stets schneller als Fichtenholz. Die Aufnahme wurde mit einer Ohrtrompete Chantelle und einem Neumann-Kondensator angefertigt. Hören Sie selbst, welcher Resonanzboden Ihnen klanglich besser gefällt. Bei Fragen zu Tonhölzern oder klassischen Gitarren können Sie sich gerne an uns wenden.